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Freitag, 25. November 2016

"Ist das vielleicht eine deutsche Geburtstagstradition?"


Immer mehr internationale Künstler nutzen SofaConcerts um neben ihren bisherigen Gigs europaweit zu touren, so auch Duncan aus Australien. Schon als sich Duncan Woods auf SofaConcerts angemeldet hat, wurden wir sofort auf ihn aufmerksam. Mit seiner fröhlichen Musik, erinnerte er uns an Jack Johnson und sorgte sofort für gute Laune. Kein Wunder, dass er schon innerhalb kürzester Zeit für seine ersten Sofakonzerte gebucht wurde. Duncan ist jedes Jahr einige Monate in Europa, um hier mit seiner Gitarre im Gepäck die Menschen mit Musik zu begeistern. Wir haben ihn bei einem seiner Gigs in Hamburg getroffen und er hat uns begeistert von seinen unterschiedlichen Erfahrungen bei Sofakonzerten berichtet. 

Diese Geschichte hier hat uns besonders bewegt und wir müssen sie einfach weiter erzählen!



Duncan war bei einem jungen Pärchen in einer kleinen Stadt in Deutschland eingeladen, wo er sonst noch nie war. Es war ein warmer lauer Sommerabend. Noch am selben Tag hatte Duncan einen Gig in Nürnberg gespielt und war spät dran, um noch seinen Zug zu seinen heutigen Gastgebern Michael und Maria zu bekommen. Uff geschafft, zwar mit etwas Verzögerung – aber jetzt kann ja nichts mehr schief gehen! Michaels Vater begrüßte ihn freundlich, als er ihn am Bahnhof in Würzburg abholte. Nun kann es ja losgehen, ein ganz normales Sofakonzert: ein Wohnzimmer, einige Freunde und ein Abend voller Musik soll es werden. Zumindest dachte dies Duncan bis dahin… Doch es kam alles anders ;)

Als er ankam, war es wie in einem Film. Alles war perfekt hergerichtet, die Lichter hingen von den Bäumen, kleine Zelte waren aufgestellt und dazwischen standen Bänke. Alles war bereit, um den Gästen einen wundervollen Abend zu bereiten. Die Leute warteten geduldig auf Duncan und waren schon in einer gemütlichen Stimmung, bereit um loszulegen. Genau wie Duncan. Schnell noch die Instrumente aufbauen und entscheiden, welche Lieder gespielt werden. Auf jeden Fall ein Geburtstagslied, denn heute ist ja der Geburtstag von Michael Freundin, Maria. So, jetzt aber los. Eine kurze Begrüßung und schon konnte er mit dem ersten Song beginnen. Klatschen und freudige Gesichter – das läuft, dachte er sich. Gerade wollte er mit den ersten Noten seines zweiten Songs beginnen, da stand Michael auf. Er ging in die Knie…







Hmm… ist das vielleicht eine deutsche Geburtstagstradition? Noch dachte sich Duncan nicht wirklich was dabei und sah dem Treiben zu. Michael hatte den Plan bis dahin total geheim gehalten, keiner wusste davon. Eine ruhige und angenehme Stille war in der Luft. “Möchtest du meine Frau werden?“… Ok das verstand selbst Duncan, der sonst kein Deutsch spricht… Während alle anderen warteten ob Maria „Ja“ sagt, ging in seinem Kopf nur eine Frage rum „Mist, den nächsten Song kann er definitiv nun nicht spielen, ein Herzschmerz Song ist jetzt echt nicht angebracht… Ein Liebeslied, schnell ein Liebeslied!“

Maria wusste gar nicht was sie sagen sollte, bevor sie auch nur ein Wort herausbrachte, kullerten ihr die Tränen über die Wangen. Alle Augen waren auf das Paar in der Mitte des Raumes gerichtet. Ein leises „Ja“ rutschte ihr von den Lippen. Alle klatschten und jubelten. Was für ein schöner Moment! Die Stimmung war ausgelassen. Jetzt konnte die Party erst so richtig starten! In Duncans Kopf sammelten sich alle Liebeslieder an die er in dieser Sekunde denken konnte. Er packte sie in ein Medley und fing an zu spielen. Die Gesichter strahlten, nicht nur die von Michael und Maria, auch alle anderen waren sichtlich glücklich bei so einem wichtigen Moment in Michaels und Marias Leben dabei gewesen zu sein. WOW- was für ein unvergessliches Erlebnis für alle und für Duncan, der mit seiner Musik noch eine ganz besondere Note zu diesem Abend hinzufügte.


„Ich hatte so einen bezaubernden Abend mit Michael und Maria, ihren Freunden. Du konntest in ihren Augen sehen, wie glücklich sie sind. Das war einmalig! Es hätte nicht besser sein können!“

Was für ein unglaublich schönes Erlebnis. Das kann also auch passieren, wenn man zu einem Sofakonzert eingeladen wird. Was waren eure schönsten Momente? Schickt uns eure Erlebnisse an info@sofaconcerts.org.
Wenn auch ihr jemanden überraschen wollt, könnt ihr auf SofaConcerts die passende Band buchen.






Mittwoch, 16. November 2016

BOSSE - Undercover bei einem Sofakonzert

Stell dir vor du lädst einen unbekannten Newcomer ein…
… und es kommt einer der deutschen Popstars zu dir nach Hause – Undercover!

Genau das passierte Conny und ihren Gästen.
Es ist Freitagabend. Im Herzen von Hamburg haben sich circa 20 Leute in einem gemütlichen Wohnzimmer zusammengefunden. Schon seit einiger Zeit, hatte die Gastgeberin Conny mit dem Gedanken gespielt ein Sofakonzert zu veranstalten. Das graue Herbstwetter und die Lust mal wieder alle Freunde zu sehen, hat sie dazu bewegt unseren Künstler der Woche einzuladen. Ein Countrysänger soll es sein, Jimmy Folks heißt er und laut seinen Bewertungen ein großartiger Entertainer noch dazu. 
Perfekt für ihr erstes eigenes Sofakonzert, oder?

Auf jeden Fall, doch lasst‘ uns nochmal einige Wochen zurückspringen. Im SofaConcerts Büro herrscht großes Treiben: über 10 Leute tummeln sich hier herum, jeder mit einem Grinsen im Gesicht. Das Büro gleicht einem modernen Kosmetikstudio mit integriertem Second Hand Modeshop und vorübergehendem Kamerastudio. Die Stimmung ist ausgelassen. Axel Bosse tritt gut gelaunt durch unsere Tür und nach einem kurzen Hallo sitzt er auch schon am Schminktisch – ein neuer Star am Countrymusik Himmel soll er werden. Der Bierbauch wird angelegt, die Lederjacke übergeworfen und das Aussehen komplett verändert. Bart, Haare, 10 Jahre älter… Pia unsere Maskenbildnerin macht BOSSE innerhalb weniger Zeit zu einem komplett neuen Menschen. Schnell werden Bilder geschossen, ein ansprechendes Künstlerprofil auf SofaConcerts erstellt und die besten Bewertungen von Gastgebern von uns geschrieben. Schwups da ist er auch schon auf unserer Startseite und glänzt als Künstler der Woche, bereit um gebucht zu werden. Wenn da keiner anbeißt, dann wissen wir auch nicht … Jetzt heißt es nur noch Tee trinken und abwarten…

Zwei Wochen sind vergangen und uns erreicht ein Anruf. „Ich wurde gebucht!!“, ruft Aki durch das Telefon. Halleluja, wir sind erleichtert!

19.45Uhr – zurück bei Conny. Die Spannung steigt. Eine kurze Nachricht, ob es ok ist, wenn Jimmy Folks für seine Promozwecke neben dem Konzert ein Unplugged-Video drehen kann. Kein Problem für Conny, sie hat einfach nur Lust und ist gespannt auf einen tollen Abend mit ihren Freunden. Alle warten schon ungeduldig auf Jimmy, der um 20.00 Uhr loslegen sollte. Endlich. Es klingelt und vor der Tür wartet ein Countrysänger, wie er im Buche steht. Der Hut sitzt, der Bart auch! Dazu folgt eine herzliche Begrüßung. Küsschen links, Küsschen rechts. Sein Gitarrist und seine Pianistin mischen sich auch schon unter die Leute. Nur noch die Instrumente aufbauen und los geht’s. 

Jimmy begrüßt die Gäste und berichtet von seinen letzten Wohnzimmerkonzerten. Die Songs werden angespielt. Auch ein echter Klassiker der Countrymusik: „Leaving on a Jet Plane“ ist dabei. Man merkt, er ist noch ein wenig unsicher. Doch die Gäste hören aufmerksam zu und lauschen den stimmungsvollen Klängen. Die ersten Füße beginnen mitzuwippen. Das nächste Lied soll ein Song aus Hamburg werden, kündigt Jimmy an. Die ersten Töne klingen auch schon recht bekannt. „Die Stimme kommt mir bekannt vor.“, flüstert die eine. „Das kann nicht sein…“, hört man es vom anderen Ende des Zimmers. Und der Refrain beginnt…“Es war die schönste Zeit, die schönste Zeit…“. Alle sind total begeistert, denn Jimmy klingt fast so wie das Original. Flüstern und erstaunte Blicke….Irgendwas stimmt hier nicht, dann ist da noch so eine typische Bewegung, das Aussehen ist anders aber…. Oder doch nicht?? 

Langsam zieht Jimmy seinen Bart ab. Die Gäste schauen sich irritiert an. Als er als nächstes die schulterlangen Haare und den Hut abnimmt, geht ein Raunen durchs Publikum. Wahnsinn. Das ist nicht Jimmy. Das ist BOSSE. Man hätte ja so einiges erwartet an einem Freitagabend, aber das anstatt einem Newcomer auf einmal ein bekannter Sänger im Wohnzimmer steht – nein das konnte man nicht glauben…

Live und in Farbe in diesem Wohnzimmer! Jubel hallt durch den Raum. Alle sehen sich verdutzt an und können es immer noch nicht fassen, wer da vor ihnen steht. 
Conny und ihre Gäste waren komplett aus dem Häuschen. Was war da gerade geschehen? Wirklichkeit oder Traum? Naja, ihr habt es ja schon gelesen. Aber hier nochmal zum Nachschauen…
 

Aki es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht dich in eine andere Rolle schlüpfen zu sehen und du hast wirklich alle begeistert! Vielen Dank für dieses unvergessliche Erlebnis und wer weiß vielleicht hört man ja doch nochmal etwas von Jimmy Folks ;) 
An dieser Stelle möchten wir uns auch noch herzlich bei der gesamten Crew für die großartige Unterstützung bedanken. Nur mit unseren Komplizen schaffen wir es immer wieder, euch zu überraschen. Ihr wart toll! J



Aber auch ihr sollt natürlich etwas von unserer Überraschung abhaben. Bis zum 30.11.2016 werden wir Jimmy’s Profil erneut freischalten. Unter allen, die ihn in den nächsten zwei Wochen zu einem Wohnzimmerkonzert einladen, verlosen wir einige handsignierte CDs von BOSSE! Eine einmalige Chance. Also los! Viel Glück :)




Donnerstag, 27. Oktober 2016

Fünf Fragen, die sich jeder Gastgeber schon einmal gestellt hat.


 


Wir haben Tom Klose in einem kleinen Café im Hamburger Schanzenviertel getroffen und mit ihm den letzten Sommer Revue passieren lassen. Passend zum Herbstwetter kam er in einem hellblauen Sweater mit einem schwarzen Countryhut auf dem Kopf, sehr entspannt und plauderfreudig.

Kennst du das, wenn man mit jemandem redet und gar nicht merkt wie die Zeit vergeht? Genau so eine Zeit hatten wir mit Tom. Er hat uns von seinen Abenteuern und spannenden Erfahrungen erzählt, die er gemacht hat, als er nur mit einer Gitarre und einem Rucksack bepackt durch Europa gereist ist. Von den Niederlanden über Belgien, Frankreich, Spanien bis nach Portugal ist er gekommen und hat am Weg ein paar Sofakonzert-Pausen bei einigen von unseren Gastgebern eingelegt. 

Die Frage, welche Motivation die Künstler dazu bringt ein Konzert für ein kleineres Publikum zu spielen, beantwortet uns Tom so:

„Es ist eine wirklich tolle Sache, einfach etwas ganz Besonderes. Ich will nicht darauf verzichten müssen. Ich nenne es die andere Seite der Musik. Ich liebe es live zu spielen und SofaConcerts ist für mich eine perfekte Gelegenheit dafür. Ich denke, es ist vor allem wegen meiner musikalischen Vorbilder. Matt Corby zum Beispiel. Er hat Hauskonzerte in den Gärten von Leuten gespielt und er ist so gut! Er ist so klasse, dass man denken würde, was macht er denn in einem Garten, aber er liebt es und meint: ‚Mir ist es egal, ich liebe es für Menschen in so einer Atmosphäre zu spielen‘ und das verstehe ich. Du kannst den Menschen einfach näher sein.“

Und genau diese Menschen, auf der anderen Seite der Bühne, möchten wir auch näher kennen lernen. Dazu haben wir drei der Gastgeber, die Tom auf seiner Europareise besucht hat, zu ihren Erfahrungen mit Tom und SofaConcerts befragt.

Foto von: Hauke (Portugal)

Also, wie hat eigentlich alles begonnen?

Hauke ist ein SofaConcerts-Gastgeber, der zeitweise in Lissabon lebt und genau dort fand dann auch Tom’s Abschlusskonzert seiner Europatour statt. Durch eine Freundin, die auch Sofakonzerte veranstaltet hat Hauke schon viel über ihn gehört. Als er dann die Anfrage von Tom bekommen hat, war für ihn klar: Tom wird er für sein erstes Sofakonzert buchen.

„Es war meine erste Erfahrung mit SofaConcerts und es war unglaublich. Ich hatte absolut keine Zweifel, ein Sofakonzert zu organisieren, obwohl ich nicht einmal ein Wohnzimmer besitze. Ich musste mir etwas einfallen lassen und habe kurzerhand das atemberaubende Lissabon als mein Wohnzimmer erklärt. Dass Tom ein Konzert in dieser umwerfenden Kulisse spielt, war für mich wie eine Garantie für einen guten Abend.“





Manon und Sebastien aus Frankreich haben durch Joel Havea, ebenfalls ein SofaConcerts-Künstler, von uns erfahren und haben seitdem immer mal wieder Konzerte in ihrem wunderschönen Haus in der Nähe von Toulouse veranstaltet. Manon hat sich Tom’s Musik angehört und gedacht: „Er passt perfekt zum SofaConcerts-Konzept!“

Manon's & Sebastien Wohnzimmer (Frankreich)

Wie würdest du deine Erfahrung mit SofaConcerts beschreiben?
Manon: „Ein 100%-iger Erfolg! Die Gäste waren so zurückhaltend  und neugierig als wir sie eingeladen haben. Aber am Ende sind sie doch glücklich und wirklich beeindruckt vom Künstler. Sie genießen den besonderen Moment, den sie gerade mit dem Künstler hatten und fragen immer schon, wann es das nächste Konzert bei uns gibt. Es ist ein Konzept, dass mehr Bekanntheit haben sollte.“

Was waren eure Zweifel bevor ihr euch als Gastgeber registriert habt?
„Ich war am Anfang etwas skeptisch, ob ich genug Gäste finden würde oder dass sie nicht aufmerksam genug sind. Im Allgemeinen, dass es vielleicht zu teuer wird. Aber im Endeffekt haben mir die Künstler immer zugesichert, dass alles gut gehen wird (und die Gäste waren auch großzügig).

Foto von: Manon & Sebastien (Frankreich)
Was würdet ihr zu Gastgebern sagen, die noch zögern oder sich gerade erst registriert haben? 
„Versucht es zumindest einmal, ihr werdet überzeugt sein. Es ist eine unglaubliche Chance neue Leute kennen zu lernen, Musik zu teilen und überhaupt auf eine emotionale Reise zu gehen.“

Könnt ihr uns eine kleine Anekdote erzählen, die bei Tom’s Gig passiert ist?
„Allein, dass er versucht hat seine Lieder in Französisch anzukündigen war grandios! Dann hat er angefangen am Klavier zu spielen, das hat den Gästen wirklich gefallen! Am meisten beeindruckt hat uns aber seine Stimme...als  die ersten Töne herauskamen, haben wir alle Gänsehaut bekommen und waren bis zum Ende in seinen Bann gezogen!“

Wem würdet ihr SofaConcerts empfehlen?
„Jedem, der Musik mag und es liebt, diese mit anderen zu teilen. Es ist ganz egal wie groß oder kleine deine Wohnung ist, weil den meisten Künstlern ist es eigentlich am wichtigsten ihre Leidenschaft, die Musik, zu teilen.“


Foto von: Hauke (Portugal)

Zurück zu Tom! Wie ist es eigentlich für Gastgeber zu spielen, die nicht deine Sprache sprechen?

„Ich habe versucht Französisch zu sprechen, weil es ein paar Leute gab, die kein Englisch konnten. Aber eigentlich mag man ja dieselbe Musik, nur wohnt man an unterschiedlichen Orten und spricht andere Sprachen. Also das ist nicht so wichtig, das ist wirklich cool! Manon und Sebastien sind die idealen Gastgeber, wirklich. Alles war perfekt vorbereitet. Dasselbe gilt für Hauke, er ist der Beste! Sein ‘Wohnzimmer’ war atemberaubend schön … der Ausblick auf die Stadt mit dem Sonnenuntergang, wirklich schön.“












Eine Sache noch im eigenen Interesse…

Tom hat schon über hundert Sofakonzerte gespielt und plant derzeit eine Tour durch Deutschland im Januar. Bist jetzt sind 19 Konzerte geplant, aber falls ihr daran interessiert seid ihn zu buchen, kontaktiert ihn einfach über sein SofaConcerts-Profil - https://www.sofaconcerts.org/profile/artist/TomKlose !




Dir hat dieser Artikel gefallen? Schreib‘ uns von welchen Erfahrungen du gerne mehr wissen möchtest und wir werden unser Bestes geben, darüber zu schreiben. Falls du bereits Gastgeber/in auf SofaConcerts bist und deine Geschichte gerne teilen möchtest, schreib‘ uns doch auch einfach an support@sofaconcerts.org ! Wir würden uns freuen mehr über euch zu schreiben!


Dienstag, 4. Oktober 2016

Nachbarschaft die Nachbarn schafft!

Wir lieben es, wenn uns unsere Gastgeber von ihren SofaConcerts erzählen. Dabei erfahren wir immer wieder tolle Stories, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen! Heute möchten wir euch die Geschichte von Nadine erzählen. Sie veranstaltet schon seit ein paar Jahren SofaConcerts und erlebt jedes Mal aufs Neue tolle Geschichten. Aber lest doch einfach selbst:
In meinem Wohnhaus leben an die 20 Leute. Wohnung an Wohnung, Tür an Tür. Nicht oft begegne ich jemandem im Flur, gegrüßt wird nur selten. Dabei wohne ich schon längere Zeit dort. Kennen tu ich aber nur wenige. Eigentlich nur Oma Hilde, denn die wohnt direkt nebenan und bringt gerne mal ein Stück Kuchen vorbei.

Schon seit längerem veranstalte ich regelmäßig Sofakonzerte. So etwa alle 3-4 Monate ist es bei mir so weit, dann bekomm ich wieder Lust, mir mit meinen Freunden einen gemütlichen Abend zu machen. Dann öffnen wir ein Fläschchen Sekt, für die Männer natürlich auch ein paar Flaschen Bier, hocken uns zusammen und lauschen der tollen Musik. Dabei habe ich schon immer dafür gesorgt, dass meine Gäste aus einer Mischung von Leuten bestehen, die sonst vielleicht nicht so viel miteinander zu tun haben. Dadurch versuche ich, meine vielen Freundeskreise ein wenig zusammenzubringen. Und es ist ja auch langweilig, wenn da immer die gleichen Leute zusammensitzen. Ich finde, bei Sofakonzerten kann man das gut machen. Durch die Musik hat man immer einen gemeinsamen Nenner und findet schnell etwas, worüber man gemeinsam reden kann. Da muss sich dann keiner komisch fühlen, wenn man denjenigen, der neben einen sitzt nicht kennt. „Hey, das ist mein Lieblingslied“ – „Nein, echt? Ich mag die Band auch total gerne!“ – und schon ist ein Gesprächsanfang gemacht. So einfach geht das.

Keine Ahnung, warum mir die Idee nicht schon früher gekommen ist, aber eines Tages kam es mir in den Kopf, dass ich Oma Hilde doch eigentlich auch mal dazu einladen könnte. Als kleine Gegenleistung für die regelmäßige Kuchenlieferung sozusagen. Einer mehr oder weniger in meinem Wohnzimmer schadet auch nicht und Musik ist doch eigentlich etwas, was auch für alle Generationen gut ist. Und eh ich mich versah, entwickelte sich während dem Konzert eine kleine Eigendynamik: „Augenblick!“, sagte Hilde und verschwand noch einmal in ihrer Wohnung. Sie kam mit einer großen Flasche Likör wieder: „Zum gemeinsamen warm werden“, schmunzelte sie. Die Flasche war schnell geleert und so fanden sich nach dem Konzert ein paar meiner Gäste in ihrer Wohnung wieder und feierten dort weiter. Selbst die Band holte sich bei ihr noch einen kleinen Schnaps ab. Ein richtig toller Abend also.
Ein anderes Mal wollte ich vor einem meiner Konzerte nur noch eben ein Paket bei meinem Nachbarn abholen. Er war erst vor kurzem bei uns eingezogen und ich kannte ihn noch gar nicht. Als ich bei ihm klingelte, kam er gerade von der Arbeit. Spontan habe ich ihn dann gefragt, ob er nicht Lust hat, mit zu meinem Wohnzimmerkonzert zu kommen. Ob er noch Zeit hätte, sich umzuziehen, fragte er. Leider nicht. Und so saß er kurze Zeit später im Anzug bei mir auf dem Boden und wippte zu dem Rhythmus der Musik mit.


Und auf diese Art und Weise habe ich endlich auch mal den Nachbarn kennen gelernt, der  die Pakete für mich annimmt. Das ist doch schön. Endlich ist das nicht nur eine Tür, vor der ich klingle, sondern ich weiß auch wer dahinter wohnt. In meinem Wohnhaus habe ich mir jetzt auch schon einen kleinen Ruf aufgebaut. „Du bist doch die Nadine, die mit den Konzerten, oder?“, sprach mich letztens eine Nachbarin an. Ob Sie nicht auch mal vorbeikommen könnte, fragte sie mich. „Na klar“, antwortete ich. „Bei mir ist die Tür für alle offen, wenn mal wieder Konzert ist.“ Frei nach dem Motto: Je mehr desto besser. Und ich freue mich immer, wenn wir alle gemütlich zusammensitzen und ein paar schöne Stunden zusammen genießen.


Gerade in der Stadt wird das Leben immer anonymer. Das Leben in großen Wohnblöcken gehört zum Alltag, man hat kaum Zeit und läuft eigentlich nur von Termin zu Termin ohne sein Umfeld näher wahrzunehmen. Das ist doch schade. Denn um uns herum gibt es so viel zu entdecken und so viele wunderbare Menschen, die das Leben bereichern können.

Und was ist mit dir? Wann hast du das letzte Mal mit deinem Nachbarn geschnackt? Vielleicht ist es ja gerade jetzt an der Zeit ein wenig Gemeinsamkeit zu schaffen und eine schöne Erfahrung miteinander zu teilen!

Donnerstag, 29. September 2016

On the Sofa with ... Lukas Droese


Lukas, du bist ja schon ein bisschen länger bei uns angemeldet. Erzähl doch mal, was du bisher mit SofaConcerts erlebt hast.
Ich habe mich tatsächlich 2014 schon angemeldet, also direkt zum Start eures Babys wenn ich mich recht erinnere. Ich habe sonst solche Plattformen noch gar nicht benutzt. Von daher wusste ich am Anfang eigentlich gar nicht, wie das so funktioniert. Was mach ich denn da jetzt? Also habe ich erstmal gar nichts gemacht. Ein Profilfoto hochgeladen und das war es dann. Daraufhin habe ich glaube ich auch nur ein oder zwei Anfragen bekommen.   
Irgendwann habe ich dann gedacht: Mensch, da musst du doch ein bisschen was draus machen können. Also habe ich das Profil einmal komplett neu gemacht und richtig aufgehübscht. Mit neuen Songs von mir, einem neuen Profilbild und einer komplett neuen Beschreibung. Und auf einmal lief es dann richtig gut für mich. Und das obwohl ich aktiv gar nichts gemacht habe. Ich habe keine Gastgeber angeschrieben oder so, sondern die sind von sich aus auf mich zugekommen. Ich habe mich dann aber als Pro-Mitglied angemeldet, einfach damit man ein bisschen sichtbarer ist auf der Plattform. Aber das finde ich für den geringen Preis im Jahr vollkommen total cool. Es bringt einem selbst ja auch echt viel.   


Also meine Erfahrungen mit SofaConcerts sind total positiv. Die Abwicklung lief immer ganz entspannt, die Zahlung war pünktlich, was auch immer ´ne schöne Sache ist (lacht). Und es ist halt sehr persönlich. Dadurch, dass wir auch in der gleichen Stadt unsere Basis haben, habe ich mich auch schon öfter mal mit den beiden Gründerinnen getroffen. Und wenn man sich kennt, dann bekommt man halt auch von Unternehmensseite mal ein paar Anfragen. Also sowas wie ‚Schau mal hier, wir haben eine tolle Aktion, magst du da nicht spielen?‘ oder ‚Ein nettes Mädel aus Hamburg sucht noch wen für ihr Konzert…‘
Es ist eben nicht nur eine Plattform, sondern man hat das Gefühl, dass da Leute dabei sind, die einfach darauf Bock haben, was sie tun, die sich auch um den Gastgeber toll kümmern und einfach dahinterstehen. Das ist cool, weil man sich als Künstler auch betreut fühlt und man auch weiß, wofür man die Vermittlungsprovison überhaupt abgibt. Das fühlt sich einfach sehr familiär an und ist nicht nur so eine Plattform-User Geschichte.

Und dann ging es mit der Karriere steil nach oben?
Es ist zumindest dabei ;) Ich habe in den letzten Monaten beispielsweise für Johannes Oerding während seiner Sommer-Tour drei Mal Support spielen dürfen. Und für Stefan Gwildis durfte ich auch den Support machen. Das war einfach Wahnsinn. Am 09.09. ist dann meine neue Single ‚Wir sind da‘ rausgekommen, nächstes Jahr soll dann das Album kommen und im Oktober gehe ich mit meiner Band auf Tour. Gerade ist also sehr viel zu tun.
 Hier die neue Single kaufen!
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Über SofaConcerts kommt auch wieder eine Menge rein. Über die Sofakonzerte lernt man sehr nette neue Leute kennen. Und es ist dann eben auch eine super enge Fanbindung, die man aufbaut. Man hat direktes Feedback und die Konzerte sind jedes Mal komplett unterschiedlich. Aber das macht es ja auch aus: Man weiß nie genau, was man vorfindet. Es sind immer andere Leute da, mal sind sie total locker, mal ein wenig zurückhaltender… Aber diese Mischung macht es gerade aus.
Wenn ich in den Club fahre und Musik mache, dann weiß ich ungefähr, was mich erwartet. Dann habe ich meine Anlage da, mein Setting da, vielleicht ist meine Band dabei. Aber man weiß nicht, ob die Leute Bock haben oder nicht. Manchmal muss man sich total anstrengen, um die Leute zu kriegen. Das ist das schöne bei SofaConcerts: Die Gäste haben immer Bock. Die sind einfach auch sehr dankbar dafür, dass man da ist. Und das ist toll. Es ist immer abwechslungsreich und immer eine schöne Erfahrung.

Wie war das denn für dich bei dem Support, wenn du plötzlich vor ein paar tausend Leuten stehst und deine Musik spielst?
Tatsächlich war es am Anfang irgendwie gar nicht so anders. Es wurde einem die Nervosität sehr genommen, da das ganze Team total entspannt war. Die waren super lieb und haben uns viel geholfen. Und die Leute hatten Bock. Es war sehr, sehr cool. Die Leute fanden es geil. Die haben total mitgemacht. Ein super Gefühl einfach.

Deine neue Single heißt ‚Wir sind da‘. Wo seid ihr denn?
Ich bin wieder da. So muss man es quasi sagen. Ich mag Songs, die ein Wir-Gefühl haben. Ich schreibe selten Songs, die Ich-bezogen sind. Ich mag es einfach, das Wir-Gefühl zu haben. Sei es beim Konzert oder einfach auch nur mit Leuten unterwegs zu sein. Deswegen schreibe ich gerne Songs aus der Wir-Perspektive. Also Songs, die im gesamten irgendwas Größeres haben.        
Der Song selber geht um eine Reise, also darum, dass man sich manchmal auch ein bisschen verläuft, aber immer jemand da ist, der einem hilft und einen dahin begleitet, wo man hin muss. Darum geht es eigentlich in ‚Wir sind da‘. Ich habe einfach das Gefühl, dass Musikmachen eine ständige Suche ist. Aber ich habe auch das Gefühl, dass ich gerade an einem Punkt bin, an dem ich sage: Damit bin ich sehr zufrieden, so wie es jetzt ist. Ich bin ein wenig angekommen. Ich glaube aber, dass man immer unterwegs ist, aber dass man sich Zwischenziele setzen kann, an denen man ankommen kann.
Dein neues Album kommt auch bald…
Bald, ja. Bald ist in der Musikbranche ja eine relativ große Spanne. Aber im nächsten Jahr ist es eingeplant. Ich sage mal so April, Mai wird es wohl so weit sein. Ich arbeite gerade im Studio mit meinem Produzenten daran. ‚Wir sind da‘ ist jetzt quasi einfach der Vorgeschmack, wie das Ganze so klingt.
Wenn du dir jemanden wünschen könntest, der dir ein Geburtstagsständchen singt, wer wäre das?
John Mayer. Ich war immer ein riesiger Fan von ihm, bestimmt schon seitdem ich 16 oder 17 bin. Großartiger Songwriter aber auch ein mega Gitarrist. Also wenn der mir ein Ständchen singen würde, da würde ich nicht nein sagen.
Was ist die Songzeile, die dich am meisten inspiriert hat?
Lass mich kurz überlegen. Ganz generell sind es immer wieder Songs, die ich nicht bewusst höre, aber dann doch merke: Boah, das löst total was in mir aus. Und ich merke, dass ich mich dann selber sofort hinsetzen möchte und einen Song schreiben will.
Spaceman Spiff zum Beispiel, ein Singer/ Songwriter aus Würzburg, der hatte mal einen Song namens ‚Wände‘. Eine Zeile ging: ‚Mein Mut baut sich ein Fahrrad aus Zweifeln und fährt darauf davon.‘ Die finde ich ziemlich schön. Ich finde seine Sachen generell ziemlich schön. Aber das berührt mich. Ich könnte zwar nie solche Songs selber schreiben, aber ich höre sie und merke, das löst etwas in mir aus.
Zum Abschluss: Was würdest du den Künstlern auf SofaConcerts raten? Oder auch denen, die es noch werden wollen?
Einfach anmelden. Man hat rein gar nichts zu verlieren. Im Zweifel präsentiert man sich erstmal einfach gut. Es ist einfach eine schöne, familiäre Plattform, bei der man als Künstler nicht alleine gelassen wird. Auf der man mit eingebunden wird. Und mit der man als Künstler auch selber wachsen kann.

Und eins noch: Wenn man merkt, dass man neue Sachen hat, dann sollte man sein Profil auch updaten. Also das Profil immer ansprechend gestalten, es aktuell machen und dann sehen dich die Leute auch. 


Donnerstag, 11. August 2016

Mach dein Zuhause zur Bühne - Alles über unsere neuste Aktion!




Sonntagnachmittag. Es ist heiß in Hamburg, einer der schönsten Tage seit langem.  Die Menschen genießen die Sonne, sie spazieren durch die Hamburger Innenstadt, ein Eis in der Hand. Doch was ist das? Ein Sofa, mitten in der Innenstadt? „Mach es dir gemütlich… und lass dich überraschen!“, steht da auf einem Schild.


Was ist mit dir? Würdest du dich trauen, dich auf das Sofa zu setzen?




Was hat es mit der Aktion auf sich?
Wir lieben gute Musik und wir lieben es, wie man mit Musik Menschen berühren und vor allem auch total überraschen kann. Das war auch diesmal unser Ziel. Gemeinsam mit dem wunderbaren Marvin Brooks wollten wir euch mal wieder so richtig überraschen. Doch wie kann man heutzutage Menschen überhaupt noch überraschen? Gut, das Sofa sorgte schon mal für Aufsehen. Aber dann? Wie geht es weiter?

Sobald sich jemand auf das Sofa gesetzt hat, hieß es: Los geht’s! Von allen Seiten kamen unsere Freunde und Helfer und trugen Sachen herein. In weniger als 15 Sekunden stand ein ganzes Wohnzimmer. Verdutzte Gesichter, doch an dieser Stelle war noch lange nicht

Schluss! Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Marvin Brooks kam um die Ecke und überraschte mit seiner unglaublich starken und souligen Stimme. Einige Sekunden später tauchte Marvins Gitarrist auf und unterstütze Marvin. Es folgte ein Cajon-Spieler und später stimmten noch Streicherinnen und tolle Bläser mit in den Song ein. Sogar der Kinderchor von Lukulule kam dazu und wurde Teil des Spektakels.

Da staunten die Überraschten nicht schlecht. Welch ein Spaß! Zack alles abbauen und aufs Neue auf einen ahnungslosen Passanten warten. Kribbeln im Bauch und Freude, aber auch viele strahlende Gesichtern danach.
Wir haben einige Tage an der Aktion getüftelt und sind kreativ geworden: Es wurden Wohnzimmerwände gebaut, tapeziert, gehämmert, Möbel durch die halbe Innenstadt getragen, mit den Kindern geprobt….   
Doch würde sich tatsächlich jemand auf das Sofa setzen? Wer traut sich, wer ist zu beschäftigt? Unsere Sorgen waren unnötig. Von den jungen Mädels über eine Familie bis hin zum älteren Herr. Alle haben unseren Spaß mitgemacht. Viele Passanten blieben stehen und schauten sich das Spektakel von der Seite aus an. Kein Wunder, Marvin’s Musik hat alle mitgerissen. Mehrere Stunden lang haben wir die Passanten überrascht und vielen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Ein toller, aber auch anstrengender Tag liegt hinter uns. Noch schnell das Sofa wieder im Transporter verstauen und schon merkt keiner mehr, dass wir überhaupt da waren. Was bleibt, ist ein tolles Video, das uns noch lange an diesen Tag erinnern wird.
Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei all unseren Freunden, Helfern und dem Filmteam bedanken. Nur mit eurer Unterstützung schaffen wir es, solch tolle Aktionen auf die Beine zu stellen! Danke, danke, danke! Wer hätte das auch gedacht, dass eine Wohnzimmerwand so schwer sein kann ;) Die Blasen an den Fingern bleiben eine kleine Erinnerung an die Aktion ;)
Ein großer Dank gilt auch der Firma VERY US für ihre tolle Unterstützung und ihren maßgeblichen Beitrag zur Umsetzung! 


Wer ist SofaConcerts überhaupt?
Ihr seid durch die Aktion auf SofaConcerts aufmerksam geworden und fragt euch, was wir überhaupt machen? Das ist schnell erklärt: SofaConcerts bringt Musiker und private Gastgeber zusammen. Über unsere Plattform kann jeder mit den Musikern in Kontakt treten, sie zu sich nach Hause einladen und so sein eigenes Wohnzimmerkonzert organisieren.
Wie das genau funktioniert, könnt ihr hier nachlesen:    
http://sofaconcerts.blogspot.de/2016/04/wie-lauft-das-eigentlich-mit-den.html